in der stille
kommt zur blüte
was leben will
der dünger
ist die inspiration
durch andere gärtner
in der stille
kommt zur blüte
was leben will
der dünger
ist die inspiration
durch andere gärtner
Die Stille lockt mich seit gut zwei Monaten. Stille bedeutet für mich, dass ich bei mir bin, spüre, was mich bewegt und wohin es mich zieht (oder nicht zieht) und dass ich dem folge. Das ist leicht, denn diese Lebendigkeit in mir ist überzeugend. Und manchmal ist es nicht leicht, wenn ich unangenehme Dinge tue, wie zB jemanden zurückweise, weil mir etwas zu viel geworden ist.
Stille bedeutet, dass ich mich nicht mehr “so nebenbei” berieseln lasse – sei es von Radio, Fernsehen oder Internet.
Stille bedeutet, dass es stille Zeiten im Tag gibt, in denen ich wirklich still werde und meditiere.
Stille bedeutet, dass ich so präsent wie möglich bin.
Stille ist eine Frage der Übung.
Stille ist auch beängstigend. Denn was kommt, wenn nichts kommt? Für kurze Zeiten ist das kein Problem, eher eine Lust. Aber für einen längeren Zeitraum habe ich mir das schwer vorstellen können. Es hat sich ein Rhythmus entwickelt, ich schlafe mehr, wodurch ich wacher bin. Aus mir kommt mehr. Mehr Ideen, mehr Gedanken, mehr Ruhe. Ich konzentriere mich auf meine wesentlichen Rollen im Leben, überlege mir, wie ich mein Muttersein gestalten will, spüre meiner Beziehung nach, meinen Freundschaften und wohin es mich beruflich zieht… Ich habe Lust, mich dem Leben anzuvertrauen und es zu gestalten. Ich habe auch Lust zu schlafen und mich auszuruhen, Spaß zu haben, mich zu unterhalten… Aber ich habe keine Lust mehr, herumzuhängen oder Zeit auf eine sinnlose Weise zu vertrödeln.
Ausgelöst hat diesen Wandel ein Satz im Johannesevangelium, eigentlich nur ein Teil davon. “(Als Jesus nun erkannte, dass sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen,) zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.” (Joh, 6, 15) – “Er allein” hat mich sehr bewegt und mich in die Stille geführt.
Als ich mein Innen nicht mehr von außen füllte bemerkte ich eine Knospe Noch eine. Und mehrere. Als aus den Knospen mein Garten entstanden war verstand ich dass Stille nicht Tod sondern Leben hervorbringt
Bist du bereit, in der Kraft des Heiligen Geistes das Böse durch das Gute zu überwinden?
Ich bin dazu bereit.
Bist du bereit, für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung Sorge zu tragen und dafür einzutreten?
Ich bin dazu bereit.
Bist du bereit, in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben?
Ich bin dazu bereit.
Bist du bereit, den Weg des Glaubens in der Gemeinde mitzugehen, einander anzunehmen, zu achten und beizustehen?
Ich bin dazu bereit.
Glaubest du an Gott, dessen Abbild du bist, der dich liebt, wie du bist und durch den dein Leben sinnvoll ist und an Tiefe und Fülle gewinnt?
Ich glaube.
Glaubst du an Jesus Christuns, auserwählt von Gott, geboren von einer Frau namens Maria, der Menschen zuhörte und sie liebte, der in ihren Häusern war, der über das Reich Gottes mit ihnen sprach, der Jüngerinnen und Jünger hatte, die im nachfolgten und unterstützten?
Ich glaube.
Glaubst du an den Heiligen Geist, der in dir sich sehnt, dich zum Leben in Fülle zu erwecken?
Ich glaube.
Gott, du Schöpfer des Lebens,
du hast uns in der Taufe aus dem Wasser und dem Heiligen Geist neues Leben geschenkt.
Wir bitten dich, sende uns den Heiligen Geist, den Beistand und Tröster.
Gib uns den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke.
Erfülle uns mit dem Geist der Frömmigkeit und der Ehrfurcht vor dem Gottesgeheimnis durch Christus, unseren Herren.
Amen.
Ich mag die Heilige Dreifaltigkeit, denn sie hält für jedeN ein Gottesbild bereit.
Für die einen ist Gott BeschützerIn, ist Vater und Mutter, wohin man sich getrost flüchten und hingeben kann.
Für andere ist es Jesus, der Bruder, der Freund, mit dem gemeinsam man Vieles bestehen kann, der als guter Kumpel und Kamerad zur Seite steht.
Und dann gibt es den Heiligen Geist/ die Heilige Geistkraft. Hier ist Gott die innere Stärke, die Kraft, die uns treibt und am Leben hält, die unsichtbare Energie, die uns erfüllt.
Das finde ich fein, und jedeR kann sich aussuchen, zu wem er/sie gerade den besten Zugang hat. Ich mag im Moment vor allem Gott als Kraft sehen, als GeistIn, da ich mir mit dem eher menschlichen “Vater/Mutter” Bild schwer tue und “Christusbruder” auch nicht so gut für mich greifbar ist. Aber Geist erfahre ich jeden Tag, es ist das, was mich durchzieht, ist die Motivation, die mich neue Ideen gebären lässt, ist der Mut, mit dem ich mich Tag für Tag dem Leben stelle.
Daher mag ich Pfingsten, wo sich die Kraft immer neu über uns ergießt, wo wir, wie die ApostelInnen, die Fähigkeit haben, die Menschen in den Sprachen anzusprechen, die sie verstehen, der Moment, in dem die Liebe unser ganzes Sein durchatmet. Pfingsten ist wie ein Rausch an Nähe und Zuwendung, ist Trost, wenn wir uns verloren fühlen, gibt uns die Einsicht und den Durchblick, den wir brauchen, um in unserem Alltag die Nähe Gottes zu spüren.
Ich brauche in meinem Leben viel, und das alles hält Gott, die Ruach, die Kraft der Liebe für mich bereit.