Kontemplation

Seit dem Frühling lockt mich die Stille, und dabei habe ich dieses Buch entdeckt:

http://www.amazon.de/Kontemplative-Exerzitien-Einf%C3%BChrung-kontemplative-Lebenshaltung/dp/3429015766/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1311944815&sr=8-1

Ich gehe davon aus, dass Gott hier ist, in meinem Alltag in der Stadt, in meinem Leben mit Auto, Handy, Internet und Fitnesscenter und dass Gott auch hier spürbar sein kann. Ich muss dafür nicht für ein paar Tage ins Kloster gehen, muss nicht aufs Land ziehen oder auf den Berg gehen. Ich könnte es tun, weil dort natürlich Gott auch zu finden sein wird, aber ich muss nicht.

So habe ich vor ein paar Wochen begonnen, nach dem oben verlinkten Buch vorzugehen. Zuerst bin ich zwei Wochen lang jeden Tag eine Stunde auf meinem Balkon gesessen und habe die Natur in unserem Innenhof genossen. Ich hätte mir nicht gedacht, dass das so abwechslungsreich sein würde. Nicht an jedem Tag zirpen die Grillen gleich wie am anderen. An manchen Tagen biegen sich die Pappeln im Wind und an anderen Tagen tanzen nur ein paar kecke Blätter. An manchen Tagen regnet es und an anderen fliegen viele Vögel herum. Auch habe ich bemerkt, dass das Schauspiel je nach Uhrzeit ein anderes ist. Wundervoll, wenn der Mond aufgeht oder sich hinter den Pappeln versteckt oder wenn die Sonne ihre letzten Strahlen schickt. Ich hätte mir nicht gedacht, dass mein Platz am Balkon wie einer im Theater sein würde und die Natur eine Bühne.

Insgesamt gibt es zehn Übungen, die man – nacheinander – macht. Jede Übung dauert – soweit ich bisher weiß – zwei Wochen. Wenn man jeden Tag eine Stunde, oder eineinhalb, in so einer Stille verbringt, dann wirkt sich das auf das restliche Leben aus. Wie – darf jede/r für sich herausfinden. ;)

Kärntner Landesausstellung – 500 Jahre protestantisches Abenteuer

Ich möchte auf die Landesausstellung in Fresach, zum Thema “glaubwürdig bleiben – 500 Jahre protestantisches Abenteuer” hinweisen. Wer in nächster Zeit in Kärnten ist, sollte sie sich anschauen.

Der Protestantismus ist in Kärnten sehr verbreitet. So hat es mich umso mehr gefreut, als ich von der Landesausstellung in meinem “Nachbardorf” gelesen habe und bin bei meinem nächsten Heimatbesuch hingefahren. Spannend fand ich den Besuch im alten Bethaus und toll war der Trickfilm, den die Volksschüler für die Landesausstellung gemacht haben – viel Arbeit für kleine Kinder. Interessant fand ich die Entwicklung des Protestantismus in Kärnten, vor allem auch die Zeit der Gegenreformation von 1600 bis 1780, in der er als Geheimprotestantismus weitergetragen wurde.

http://www.landesausstellung011.at

Trost

Das habe ich heute auf einem Partezettel gelesen:

 

Unsere Lieben wachsen, wenn sie gegangen sind, in uns hinein,

werden Teil von uns, geben uns ihre Liebe und Kraft.

Und am Ende bewahren wir sie unsichtbar in uns.

 

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