Die eine: Zuerst habe ich mich verlassen gefühlt, einsam und allein. Ich war verzweifelt und habe nicht gesehen, wie es gut werden soll. Ich habe diesen unangenehmen Zustand zugelassen, ein bisschen wissend und ein bisschen hoffend, dass irgendwas kommen wird, ein Gedanke, überbracht durch einen lieben Menschen oder vielleicht einfach von mir selber. Ich habe eine Situation verändern können oder vielleicht ist das auch gar nicht nötig gewesen und dann ist es wieder gut geworden. Auferstehung findet nicht nur nach dem Sterben statt, sondern auch mitten im Leben. Es gehört zum Lebendigsein.
Die andere: Und dann ist es doch immer wieder überraschend: es wird wieder gut! Ich habe gelitten, ich habe gewartet, es war unheimlich schwer – und dann auf einmal geht etwas auf: die Sonne, eine Erleuchtung, eine Lebendigkeit. Das ist Auferstehung. Frohe Ostern und eine gute Auferstehung, immer wieder neu!